Von Denkmalpflege bis Urban Design | From Monument Preservation to Urban Design

Die Struktur ist ein Diener | The Structure is a Servant

Die Struktur ist ein Diener in der Gwendol Art Gallery © Hadil Ornella Khuri © Hadil Ornella Khuri

Vernissage: 01.09.2021

Finissage: 30.09.2021

TANZHAUS BERLIN

Städtische Architektur

Die Struktur ist ein Diener in der Gwendol Art Gallery © Hadil Ornella Khuri © Hadil Ornella Khuri

Was ist das - ein Tanzhaus? Ein Saal, Proberäume, Ausstellungsfläche, Verwaltung, Archiv, Tribüne, Partizipation uvm., würde man nur einen Teil aus dem Raumprogramm heranziehen. Eigentlich und letztendlich jedoch ließe sich sagen, ein Tanzhaus ist ein Ort, der Publikum und Künstler, Lehrende und Lernende, Anbietende und Interessenten, mithilfe des Tanzes, unter einem Dach zusammenführt. Es ist ein Haus der Öffentlichkeit.

 

Der Entwurfsort unseres Tanzhauses befindet sich in Berlin am Kulturforum, unweit des Potsdamer Platzes und Berliner Tiergartens. Ein Quartier, das während des zweiten Weltkriegs zu großen Teilen zerstört wurde. Heute zeichnet sich der Städtebau des Areals durch seine nicht zusammenhängende Bebauung mit Solitären und sein gescheitertes modernistisches Freiflächenkonzept aus. Die Berliner Philharmonie von Hans Scharoun, Mies Van der Rohes Neue Nationalgalerie, die Matthäuskirche oder die zahlreichen Länderbotschaften entlang der Tiergartenstraße, sind namhafte Beispiele aus der Nachbarschaft des Entwurfsgrundstücks. 

 

Das Erdgeschoss, in dem der Fußläufige mit der Architektur kommuniziert, ist das Herzstück dieses Entwurfs. Auf dem gesamten Grundstück wird eine Topografie hineinmodelliert, die verschiedene Bereiche innerhalb und außerhalb der thermischen Hülle des Gebäudes definiert. Der "große Saal", als Ort der Aufführung, befindet sich am Tiefpunkt der Topografie. Alle anderen Bereiche und Funktionen sind gemeinsam im Obergeschoss, das sich wie ein raumhaltiges Dach über dem Erdgeschoss aufmacht, zusammengefasst. Punktuell gesetzte Oberlichter und ein Atrium sorgen für Belichtung des OGs in Gebäudemitte und zonieren die große Fläche. Die runden Kerne sind statisch wirksam und passen sich der organischen Form der Topografie an. Zusätzlich beherbergen diese Fluchttreppenhäuser sowie Nebenräume.

THE PATCHWORK BUILDING

Architectural Design & Participation

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Dem Entwurf unter dem Semesterthema "Rethink/Reshape/Reshare" war eine Umfrage vorausgegangen, die die veränderten Wohn- und Lebensumstände während der globalen Corona-Pandemie untersucht. Die Ergebnisse waren eindeutig: Vor Allem Stadtbewohner fühlten sich in ihrer Wohnsituation sehr eingeschränkt, die Verlagerung der meisten Aktivitäten in denselben Raum oder dieselbe Wohnung fiel ungemein schwer. Unter den Kontaktbeschränkungen war folglich ein kollektives Bewusstsein für mehr Gemeinschaft und der Wunsch nach Frei- und Außenbereichen festzustellen. Mit diesen Erkenntnissen entwickelten wir unseren Entwurf unter dem Leitthema "Wer teilt hat mehr".

 

Es handelt sich hierbei um einen abgewandelten Typ der Clusterwohnung: Also Großwohnungen, die von Bewohnern mit ähnlichen Lebensstilen geteilt werden können. Dabei sind die Versorgungskerne die einzigen wirklich fixen Elemente im System und aufgrund der thermischen Hülle, zusätzlich die Außenbereiche. Private Wohneinheiten sowie gemeinschaftliche und semi-private Flächen zirkulieren um diese herum. Die Grundrisse zeigen hierbei beispielhafte Arrangements. Der Entwurfsort befindet sich in München Sendling, unweit des alten Viehhofs und zeichnet sich durch seine Vielfalt, aber auch seine infrastrukturelle Zerrissenheit aus. Auf städtebaulicher Ebene war das Ziel somit, ein identitätsstiftendes und verbindendes Element zu schaffen.

CARNLOUGH BUILDING SCHOOL

Architecture & Montage

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Carnlough ist eine Kleinstadt an der Küste Nordirlands. Ein widersprüchlicher Ort, der einerseits aufgrund der niedrigen Bauhöhe lokaler Strukturen einen dörflichen Charakter vermittelt. Andererseits ist die industrielle Signifikanz, die dieser Ort einst hatte, noch deutlich sichtbar. So durchquert die mittlerweile stillgelegte Eisenbahnlinie, die den gebrochenen Kalkstein vom Berg an den Hafen transportierte, die Stadt womöglich fast noch so präsent wie damals.

 

Dieses Projekt versucht sich dem kleineren Maßstab der Stadt anzunähern, indem es den Mechanismus der Handwerksschule in einem Dreier-Ensemble unterbringt und die auf dem Baufeld vorhandene Substanz mit in den Campus einbindet. Die Unterbringung der hauseigenen Werkstatt erfolgt dabei in einem eigens dafür vorgesehen Gebäude. Die auskragenden Satteldächer verbinden die drei Gebäude, kreieren einen vor Witterung geschützten Außenraum und rahmen den Blick auf das Meer.

Recherche

Umsetzung

DIE ERFINDUNG DES ALLTÄGLICHEN

Urban Design

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Diese städtebauliche Intervention befindet sich am Harras, in München Sendling. Festzustellen war folgende Problematik: Die viel befahrene Plinganserstraße, eine Hauptverkehrsachse sowie die vorgefundene steile Topografie des Hanges, isolieren die ehemaligen Arbeiterwohnungen im Osten fast komplett vom Zentrum im Westen des Quartiers. Die einzige fußläufig direkte Verbindung ist nur über einen U-Bahn-Aufgang möglich. Dort bildet sich ein ungepflegter Durchgangsort aus, der in einem wenig genutzten Parkeingang resultiert.

 

Der hier gezeigte Entwurf sieht an dieser Stelle Potenzial und arbeitet mit Hilfe von landschaftlichen und architektonischen Mitteln. Durch das Zugänglichmachen der in der Hangbebauung vorhandenen Lücken, wird die Vernetzung bestärkt. Das Ensemble bildet einen neuen Auftakt in den Sendlinger Park, mit dem Ziel, diesen mit einer aktivierten EG-Zone zu reanimieren. Hierbei lag der Fokus auf sozial nachhaltigen Räumen, die bei Verfall der Funktion auch umgenutzt werden können. Die vorhandene Topografie wird dabei zu einer öffentlichen Terrassenlandschaft umgestaltet und der Hang zu einer "Zunge" vorgezogen.

KREUZTOR INGOLSTADT

Baugeschichte, Historische Bauforschung und Denkmalpflege

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Im Rahmen einer Studienexkursion nach Ingolstadt, sollte die Substanz eines zuvor ausgewählten historischen Bauwerks, mithilfe der architektonischen Zeichnung, analysiert und erfasst werden.

 

Das Kreuztor wurde 1385 als Teil der zweiten Stadtmauer erbaut und ist als einziges der vier historischen Tore noch erhalten. Nach dem Aussätzigenhaus zum hl. Kreuz benannt, bestand die Aufgabe des Tors darin, die Stadt vor unerwünschten Eindringlingen zu schützen und Zölle auf Wareneinfuhren entgegenzunehmen.

 

Vom Straßenniveau aus bis in den Dachstuhl besitzt es insgesamt fünf Ebenen. Das markante Spitzdach besteht aus Originalteilen aus der Bauzeit sowie nachträglich hinzugefügten Stabilisations- und Zugelementen.

 

Vor Ort verbrachten wir drei Tage mit der Vermessung (mit Zollstock und Körpermaß) und der Anfertigung der Pläne. Es entstanden maßstäbliche Handzeichnungen, die das Kreuztor in seiner Erschließung, seinem Ausdruck, seiner Konstruktion und seinem Detail zitieren.

VIA BEGATTO BOLOGNA

Entwerfen und Gestalten

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Während einer Zeichenreise nach Bologna, sollte ein zuvor ausgewählter Ort auf seine städtebaulichen und architektonischen Prinzipien hin untersucht werden. Anschließend sollten diese synthetisiert und in ein räumliches Modell übersetzt werden. 


Die dicht umbaute Via Begatto ist eine kleine, ruhige Einbahnstraße, die um einen Baublock herum zwei größere Straßen miteinander verbindet. An ihrer Ecke, um den Block herum, ist über einen Durchgang in einem Gebäude ein Hof zu erschließen, über den die "Villa Lipparini" durch multiple Schwellen (Tore, Eingänge, Durchgänge) zu erreichen ist. Durch eben diese Villa ist rückseitig die Vicolo Bolognetti zu sehen.

 

Bei genauerer Betrachtung fällt auf, dass sich die Via Begatto, ähnlich den Haussmännischen Boulevards in Paris, als Struktur durch einen anderen Baublock gerade aus weiterzieht, als würde sie nicht um die Ecke führen.

 

Das daraus entstandene Modell verbildlicht diese Beobachtung auf einem runden Grundriss. Auf diesem befinden sich konkave und konvexe Wände mit Öffnungen, die Schwellen darstellen. Das Modell hat zwei Einschnitte am Hauptkorpus, sowie drei weitere Lichteinlässe am Deckel.

METALLGEFÜGE

Entwerfen und Gestalten

Die Struktur ist ein Diener in der Gwendol Art Gallery © Hadil Ornella Khuri © Hadil Ornella Khuri

Als Annäherung an das Material Metall, entstand dieses Objekt durch einen massiven Aluminiumguss. Es arbeitet mit architektonischen Prinzipien der Addition und Subtraktion, besteht aus zwei leicht konisch geformten Körpern, die sich ineinander stecken lassen. Je nach Verbindung, ergeben diese einen jeweils unterschiedlichen Gesamtkörper.

 

Hergeleitet wurde das "Steckprinzip" u.a. von japanischen Holzverbindungen. Der Prozess des Gießens sowie die spezifische Wahl des Materials Aluminium, erlauben eine freie Formfindung und Entwurfsflexibilität.

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"The next Mix for Munich Embassy is from HPO, she delivers a Mix full of DnB Punches and pure Basspressure.
Turn up the Volume and bounce into the Weekend with this Bassmonster.

 

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Toydrum feat. Gavin Clark - I’ve Got a Future | HPO Remix

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