Bristol-Sound?

Subjektiv durchs Objektiv Ein Bild vom Massive Attack Konzert im Zenith.

Gesehen im Zenith. Dort präsentierte die britische Trip-Hop-Band Massive Attack am 5. Februar 2019 melancholischen, wilden und zum Teil verstörenden Bristol-Sound im Rahmen der "Mezzanine XXI" Tour - dabei bezugnehmend auf ihr bereits 1998 erschienenes Album "Mezzanine". Der Auftritt wurde nur anfänglich von Jubelrufen begleitet, dann entstand Stille im Publikum und man sah fragende Blicke. Es gab wohl mehrere Gründe: der unerwartet unpersönliche Auftritt, die fehlende Interaktion mit dem Publikum, die unpassende Location, die eher für Konzerte geeignet ist auf denen viel getanzt wird. Begleitet wurde der Auftritt durch teilweise zusammenhanglos wirkende Visuals, die vor allem sozialkritisch sein sollten, aber letztlich eher irritierend waren. Analog dazu ließ das Repertoire keinen roten Faden erkennen. Die Akustik ließ zu wünschen übrig: Die ruhigen Stücke waren zu leise - und die temporeichen Parts zu laut. Eine durchwachsene Show, die aber trotzdem nachdenklich stimmte.

 

Foto: Olga Levina kultur-vollzug.de

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